Die
Region Niederlausitz erstreckt sich von Lübbenau (Spreewald) im Norden
über Schwarzheide im Südwesten bis an die polnische Grenze im Osten.
Wichtige wirtschaftliche und politische Zentren der Niederlausitz sind
Cottbus, Spremberg und Senftenberg im Süden des Bundeslandes
Brandenburg und Hoyerswerda im Freistaat Sachsen.
Die Lausitz
besitzt eine gute Verkehrsanbindung, die eine effiziente Zusammenarbeit
aller Partner in der Region und den angrenzenden Ballungsräumen
ermöglicht.
Historie
Diese
Region ist seit über 100 Jahren geprägt von der Braunkohleförderung im
Tagebau und deren energetischen und chemischen Weiterverarbeitung.
Nach der Stilllegung des Bergbaus Anfang der neunziger Jahre ringt die
Region Niederlausitz um ein neues wirtschaftliches Profil, um so gegen
die hohe Arbeitslosigkeit von fast 30% vorzugehen. Neben dem Erhalt
des Chemiestandortes Schwarzheide (BASF), dem Ausbau touristisch
orientierter Projekte in der Bergbaufolgelandschaft und dem Erhalt der
traditionell ansässigen Landwirtschaft sind jedoch völlig neue
Initiativen erforderlich, um der Entwicklung der Region ein breiteres
Potential zu verleihen.
Industrie
Rund
um die größeren Firmen, wie beispielsweise die BASF-Schwarzheide, hat
sich eine, wenn auch noch schwache, Dienstleistungsbranche und die
entsprechende Zulieferindustrie, wie z.B. der Kunststoffspritzgießer
SWK GmbH, entwickelt. Insbesondere dieser Zulieferer sowie die
diagnostischen Labors Dr. Torausch & Dr. Mydlak (Cottbus),
Klinikum Niederlausitz (Senftenberg), Carl-Thiem-Klinikum Cottbus,
Privatlabor Dr. Schierz (Elsterwerda), Medizinisches Fachlabor Bautzen
sind als Partner, potentielle Partner und Referenzkunden für den
Wachstumskern BioResponse von besonderem Interesse. Als günstige
Voraussetzung zur weiteren Entwicklung des diagnostisch ausgerichteten
Wachstumskerns in der Region sehen wir außerdem das hohe
wissenschaftliche und technische Qualifizierungsniveau
(Diplomingenieure, Laboranten) potentieller Mitarbeiter.
Netzwerke
Unter
dem Dach der InnoLausitz-Initiative haben sich viele Unternehmen in ca.
zahlreichen technologisch orientierten Kooperationsnetzwerken
zusammengeschlossen. Regelmäßige Kontakte bestehen zu den Netzwerken
Oberflächentechnik & Anlagenbau (NOA, Zittau) sowie dem
Kunststoffkompetenzzentrum in Schwarzheide. Das für den Wachstumskern
wichtigste Netzwerk ist das mit ca. 50 Partnern vorwiegend
deutschlandweit aufgestellte Netzwerk Multiplex mit Sitz in
Senftenberg. In diesem Netzwerk arbeiten die regionalen Partner seit
1997 zusammen und konnten wesentliche Kooperationen insbesondere mit
Partnern der umliegenden Wissenschafts- und Wirtschaftsstandorte
Berlin, Dresden Halle/Leipzig und Jena knüpfen, die jetzt am
gemeinsamen Projekt mitarbeiten.
In der Region sind alle
grundlegenden Strukturen für einen Wachstumskern auf dem Gebiet der
Multiparameterimmundiagnostik bereits angesiedelt. Diese Strukturen
umfassen den technologieorientierten Diagnostikaentwickler, -hersteller
und -vertreiber Attomol GmbH, den Diagnostikaanwender und -entwickler
Carl-Thiem-Klinikum Cottbus sowie die FH Lausitz als
ingenieurwissenschaftliches Zentrum (Biotechnologie, Informatik und
Chemie).